Impressionen vom Besuchsdienstag 2019

  • Am 14. September fand der jährliche Dekanats-Besuchsdiensttag in Idstein statt.

     

    38 ehrenamtliche Besuchsdienst-Mitarbeitende aus unsrer und anderen Gemeinden des Dekanats hatten sich zu diesem Tag angemeldet, den Dipl. Religionspädagogin Astrid Hamm gemeinsam mit Pfarrer Jürgen Schweitzer organisiert und durchgeführt hat. 

     

     

    Neben wichtigen Aspekten der Gesprächsführung ging es im Workshop „Unser Körper ist die größte Plaudertasche“ darum zu erkennen, welche Botschaften wir auch „nonverbal“ also nur durch unsere Körpersprache vermitteln.

     

    Schon in der Andacht zu Beginn des Tages wurden die Teilnehmenden auf das Thema eingestimmt : 

    „Was schätzen Sie, welches der Sinnesorgane, die bei unseren Besuchen von zentraler Bedeutung sind – die Ohren, Augen, der Mund, das Herz, die Hand – am häufigsten Erwähnung in der Bibel findet?“ 

     

    Es ist die Hand – sie wird 961 ! mal in der Lutherbibel erwähnt…

     

    In seinem Impulsvortrag stellte Pfr. Jürgen Schweitzer das aus der Kommunikationswissenschaft stammende „4-Ohren-Modell“ von Friedemann Schulz von Thun vor: nach seiner Auffassung hat jede Nachricht eigentlich 4 Seiten –  

    eine Sachebene, eine Selbstoffenbarung, eine Beziehungsebene und einen Appell. 

    Wie schnell es zu Missverständnissen in der zwischenmenschlichen Kommunikation kommen kann, konnte man an diesem Modell sehr gut erkennbar 

     

    In den anschließenden Workshops wurde es dann lebendig:

    Anhand gängiger Erlebnisse aus der Besuchsdienstarbeit wurde die Gesprächstechnik des „kontrollierten Dialogs“ vorgestellt und eingeübt – 

    ganz schön schwierig, wenn man beim Geburtstagsbesuch mit der Frage konfrontiert wird: „Warum kommt denn der Pfarrer nicht!?“ 

    und darauf aber nicht direkt mit einer Begründung reagieren, sondern zunächst einmal „spiegeln“ soll, was den Besuchten zu dieser Äußerung veranlassen mag.

     

    Praktische Rollenspiele lösten viel Heiterkeit und Wiedererkennen aus. 

     

    Auch im Workshop von Marianne Bofinger ging es heiter und lebendig zu:

     

    Anhand von zahlreichen, ausdrucksstarken Gesprächssituationen verdeutlichte sie die nonverbalen Botschaften, die von bestimmten Körperhaltungen ausgehen.

     

    Unglaublich, was der Körper alles aussagt, wenn man nur gut hinschaut! 

     

    Im Ausprobieren wurde dann schnell deutlich, was sich hinter vielen Gesten und Mimiken verbirgt – die „Angela-Merkel-Handhaltung“, die über die aneinandergelegten Fingerspitzen Konzentration und Energiefluss fördert, oder die „Pistolenfinger“, die den Gesprächspartner attackieren bzw. ihm drohen – es gab so viele interessante Beobachtungen! 

     

    Was alle Teilnehmenden gleichermaßen erstaunt hat, ist der wissenschaftliche Nachweis, 

    dass das Gelingen eines „guten Gesprächs“ nur zu 7% vom Inhalt des gesprochenen Wortes abhängt, aber zu 38 % von der Stimme des Gesprächspartners und zu 55 % - man höre und staune – von dessen Mimik, Gestik und Körperhaltung!

     

    Kein Wunder also, dass Samy Molcho – der bekannte Experte für die Körpersprache – davon spricht, dass unser Körper die „größte Plaudertasche“ ist.

     

    Das Konzept für diesen Jahrestag beschreibt Astrid Hamm so:

    „Mir geht es einerseits dabei um Mitarbeitenden-Fortbildung - die Teilnehmenden sollen sich  neues „Handwerkszeug“ für ihre Arbeit aneignen, andererseits geht es mir besonders auch um Würdigung und Anerkennung dieser ehrenamtlichen Tätigkeit, die so wichtig für unsere Kirche ist!“ 

     

     

Losung

Losung und Lehrtext für Dienstag, 10. Dezember 2019:

Der HERR sprach zu Mose: Das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, soll des HERRN Werk sehen.
2.Mose 34,10

Jesus zog umher in ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk.
Matthäus 4,23


Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott.

 

Jes 50,10 (E)