Nassauische Union

1817 wurde in Idstein die sogenannte "Nassauische Union" beschlossen. Daran erinnert noch heute das Kirchengebäude - die Unionskirche. Sie ist wegen ihrer einzigartigen Gemälde und ihres Altars besonders sehenswert. Aufgrund der "Nassauischen Union" wurde Idstein vor kurzem als "Reformationsstadt Europas" ausgezeichnet.

Der Hintergrund

Die beiden damaligen großen Konfessionen des Protestantismus - die Anhänger Martin Luthers und die sogenannten "Reformierten" - waren sich uneinig im Verständnis des Abendmahls. Deshalb blieben sie getrennt: keine gemeinsamen Gottesdienste, keine gemeinsame Feier des Abendmahls. Solche Unterschiede konnten sogar Kriege herbeiführen. Der damalige Nassauische Landesfürst Herzog Wilhelm war der erste Landesherr, der 1817 beide Konfessionen zusammen brachte. Die von ihm initiierte Union in Idstein öffnete ein neues Kapitel in der Geschichte des zerstrittenen Protestantismus. Die Unterschiede zwischen den Konfessionen konnten überwunden werden. Gemeinsam feiern wurde möglich.

Ausstellung zum Jubiläumsjahr

Im Sommer 2017 präsentierte die evangelische Kirchengemeinde Idstein eine Ausstellung zum Jubiläumsjahr. Darin wurde die Geschichte und die Bedeutung der Nassauischen Union in zwölf Plakaten beschrieben.


Flyer zum Download

Die Unionen in Nassau (Idstein) und Preußen kommen 1817 zustande. Nach drei Jahrhunderten können Lutheraner und Reformierte miteinander Gottesdienste feiern und Abendmahl halten. Hauptinitiator dieser Reform war Herzog Wilhelm von Nassau (1792–1839).